Paare suchen ihre Hochzeitslocation oft ein bis zwei Jahre im Voraus – und meistens abends auf dem Sofa, am Smartphone, mit einer langen Liste offener Tabs. Sie sind keine Profis im Veranstaltungsgeschäft und wissen anfangs selbst nicht genau, welche Fragen sie stellen müssen. Eine gute Website nimmt sie an die Hand: Sie zeigt den Tag, beantwortet die heiklen Fragen und macht die Besichtigung zum naheliegenden nächsten Schritt.
Den Hochzeitstag zeigen, nicht nur den Raum
Leere Räume wirken auf Paare schnell kühl. Zeige deshalb Bilder echter Hochzeiten, die den Ablauf eines Tages erzählen: Trauung, Sektempfang, Dinner, Tanz und der späte Abend. So können sich Paare vorstellen, wie ihr eigener Tag bei dir aussehen würde.
- Trauung: Trauplatz draußen und die Schlechtwetter-Alternative drinnen
- Empfang: Innenhof, Terrasse oder Garten mit Gästen
- Dinner: eingedeckte Tafel oder runde Tische, bei Tageslicht und am Abend
- Party: Tanzfläche, Licht und Bar
Hole vor der Veröffentlichung das Einverständnis der abgebildeten Paare und, wenn nötig, der Fotografinnen und Fotografen ein. Nenne sie gern namentlich – das schafft Vertrauen und freut die Dienstleister.
Trauung vor Ort klar erklären
Ob eine Trauung direkt in der Location möglich ist, gehört zu den ersten Fragen. Beschreibe genau, was geht:
- Freie Trauung im Garten oder in einem eigenen Raum
- Standesamtliche Trauung, falls deine Location ein offizielles Trauzimmer oder eine Außenstelle des Standesamts ist
- Kirchliche Trauung in der Nähe mit Entfernung und Fahrzeit
Wichtig ist der Plan B: Wo findet die freie Trauung statt, wenn es regnet, und bis wann wird entschieden? Ein Satz dazu nimmt vielen Paaren eine große Sorge.
Kapazität und Ablauf in Zahlen
Paare kennen meist nur eine ungefähre Gästezahl. Hilf ihnen, sich einzuordnen, indem du Kapazitäten für die verschiedenen Phasen des Tages nennst:
Nenne auch eine Mindestgästezahl, falls es eine gibt. Kleine Hochzeiten mit 20 Gästen suchen gezielt nach Locations, die solche Feiern annehmen – sag es ihnen.
Pakete und Preise: Orientierung statt Rätsel
Viele Hochzeitslocations nennen keine Preise. Für Paare mit festem Budget ist das frustrierend; manche fragen dann gar nicht erst an. Du musst keine vollständige Preisliste veröffentlichen, aber eine Orientierung hilft beiden Seiten:
- Raummiete oder Pauschale „ab“ einem Betrag, getrennt nach Wochentag und Saison
- Was im Paket enthalten ist: Bestuhlung, Tischwäsche, Personal, Endreinigung
- Ob ein Mindestumsatz für Speisen und Getränke gilt
- Ob Catering, Getränke und Dienstleister frei wählbar sind oder feste Partner gelten
Übernachtung und Ende der Feier
Zwei Fragen entscheiden für viele Paare über die Wahl der Location: Wo schlafen die Gäste, und wie lange darf gefeiert werden?
Nenne Gästezimmer im Haus oder Hotels in der Nähe mit Entfernung, und erkläre, ob es eine Sperrstunde gibt oder ab wann die Musik leiser werden muss. Wenn ein Shuttle organisiert werden kann, schreib dazu, wie das funktioniert. Auch der Ablauf am nächsten Tag ist wichtig: Gibt es ein Katerfrühstück, und bis wann muss alles abgeholt sein?
Besichtigung als Ziel der Website
Kaum ein Paar bucht eine Hochzeitslocation, ohne sie gesehen zu haben. Das eigentliche Ziel deiner Website ist deshalb nicht die Buchung, sondern die Besichtigung. Mach diesen Schritt so einfach wie möglich:
- Ein Anfrageformular mit Wunschdatum, ungefährer Gästezahl, Name und E-Mail
- Ein Feld für Ausweichtermine, falls das Wunschdatum belegt ist
- Feste Besichtigungstermine oder ein Hinweis, wie sie vereinbart werden
- Eine realistische Antwortzeit, zum Beispiel „Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen“
Beliebte Samstage sind oft lange im Voraus vergeben. Wenn du schreibst, für welche Saison du bereits Termine vergibst, verhinderst du Anfragen, die du absagen müsstest.