Wer eine Location sucht, vergleicht selten nur eine. Hochzeitspaare, Assistenzen in Unternehmen und Vereinsvorstände öffnen fünf, zehn oder zwanzig Websites – und schließen jede wieder, die ihre wichtigsten Fragen nicht beantwortet. Diese Checkliste zeigt, welche Inhalte auf deine Website gehören, damit du auf der Shortlist landest.

Die drei Fragen, die zuerst zählen

Bevor Veranstalter sich für Stimmung und Details interessieren, prüfen sie drei harte Kriterien:

  1. Passen unsere Gäste hinein? Die Kapazität muss für ihre Gästezahl und ihr Format reichen.
  2. Passt der Ort zu unserem Anlass? Eine Tagung braucht Technik und Tageslicht, eine Hochzeit einen Trauplatz und Platz zum Tanzen.
  3. Ist das realistisch in unserem Budget? Pauschalen, Mindestumsätze oder zumindest eine Preisorientierung.

Wenn deine Startseite diese drei Punkte in wenigen Sekunden beantwortet, hast du den wichtigsten Teil geschafft. Ein Block mit Eckdaten direkt unter dem ersten Bild – etwa „20 bis 250 Gäste · 3 Räume · 30 Minuten von Köln“ – ist dafür ideal.

Räume einzeln vorstellen

Behandle jeden Raum wie ein eigenes Produkt. Veranstalter wollen wissen, wo genau ihre Feier stattfindet.

  • Bilder: leer und eingedeckt, bei Tageslicht und am Abend
  • Fläche und Deckenhöhe: wichtig für Bühnen, Deko und Technik
  • Kapazität nach Bestuhlung: Bankett, Stehempfang, Reihe, Parlament
  • Besonderheiten: Tageslicht, Verdunkelung, Zugang zur Terrasse, barrierefreier Zugang

Ein einfacher Grundriss als Bild beantwortet viele Fragen auf einmal. Er muss nicht professionell gezeichnet sein – eine saubere Skizze mit Maßen reicht.

Anlässe getrennt ansprechen

Eine Hochzeit und eine Firmenfeier haben wenig gemeinsam. Wenn deine Location beides kann, gib jedem Anlass einen eigenen Abschnitt mit den Fragen, die für diese Zielgruppe entscheidend sind.

  • Hochzeiten: freie Trauung, Sektempfang, Übernachtung, Sperrstunde, Regenalternative
  • Firmenfeiern und Tagungen: Technik, WLAN, Tageslicht, Pausenversorgung, Rechnung und Angebot
  • Private Feiern: Mindestgästezahl, eigene Getränke, Deko-Regeln, Preis pro Abend

So findet jede Zielgruppe schnell, was sie sucht, statt sich durch Informationen für andere Anlässe zu lesen.

Catering, Technik und Partner

Diese Fragen kommen fast immer – beantworte sie, bevor sie gestellt werden:

  • Ist das Catering frei wählbar, gibt es feste Partner oder eine eigene Küche?
  • Dürfen Getränke selbst mitgebracht werden, und gibt es ein Korkgeld?
  • Welche Ton-, Licht- und Präsentationstechnik ist vorhanden, und was kostet sie?
  • Gibt es empfohlene Partner für DJ, Fotografie oder Floristik?

Feste Partner sind kein Nachteil, wenn du sie offen nennst und erklärst, was Veranstalter davon haben – etwa eingespielte Abläufe oder feste Preise.

Preise: lieber Orientierung als Schweigen

Viele Locations nennen keine Preise, weil jede Veranstaltung anders ist. Das ist verständlich, kostet aber Anfragen: Wer keine Orientierung findet, fragt oft gar nicht erst an. Ein Mittelweg funktioniert gut:

  • Raummiete oder Pauschale „ab“ einem Betrag
  • Mindestumsatz je Wochentag oder Saison
  • Beispielpaket für einen typischen Anlass

Anfahrt, Parken und Übernachtung

Gäste von auswärts brauchen andere Informationen als der Veranstalter selbst. Nenne die Entfernung zur nächsten Stadt und zum Bahnhof, die Zahl der Parkplätze, Shuttle-Möglichkeiten und Hotels oder Gästezimmer in der Nähe. Für Tagungen ist die ÖPNV-Anbindung oft entscheidend.

Die Anfrage leicht machen

Das Anfrageformular ist der wichtigste Abschnitt deiner Website. Frage nur, was du für eine erste Antwort brauchst:

  • Anlass
  • Wunschdatum und mögliche Ausweichtermine
  • Ungefähre Gästezahl
  • Name und E-Mail oder Telefon

Biete zusätzlich eine Besichtigung an und schreibe dazu, wann Veranstalter mit einer Antwort rechnen können. Eine schnelle, konkrete Antwort ist oft der Unterschied zwischen einer Besichtigung und einer Absage.